Close
appalachian-trail-presidential-range

Rock a skirt on trail – 5 gute Gründe für den Wanderrock

This blog post is also available in English. Click here!

Wer kennt es nicht, das Grauen beim Hose kaufen? Ich persönlich hatte schon immer Probleme eine passende Hose zu finden. Ich habe nicht etwa eine besonders schwer zu findende Größe, die Standard-Länge passt auch meistens. Die Passform ist das Problem: An den Oberschenkeln zu eng, an den Hüften zu locker oder umgekehrt. Der Bund sitzt zu hoch oder zu niedrig, der Zwickel kneift und die Taschen tragen auf.

Selbst im normalen Leben bereitet mir das Probleme. Ich habe also viele Hosen und kaum eine sitzt wirklich gut. Für ein Leben auf dem Trail oder auch für mehrstündige Tagesausflüge mit Rucksack kommen noch einige weitere Faktoren hinzu.

Auf das richtige Material kommt es an

Beim Wandern oder Trekking sollte das Material einer Wanderhose möglichst leicht und soft sein, um Reibung zu reduzieren. Dazu sollte es aber auch belastbar sein, damit wir nicht nach einem Ausflug off-trail oder nach einem Meet-up mit einem Dornenbusch halb-nackt dastehen. Atmungsaktiv und schnell-trocknend sind zwei weitere Funktionalitäten, von denen man in Sportbekleidung oft liest und die auch bei der Wanderbekleidung gern gesehen ist. Denn gesammelter Schweiß ist nichts mehr als Salz auf der Haut und erzeugt Reibung oder um es deutlicher auszudrücken, man scheuert sich mit den feinen Salzkristallen auf der Haut wund (chafing) und das brennt ganz mies. Für die absolute Bewegungsfreiheit sollte das Material der Hose natürlich auch dehnbar sein oder sie sollte eine entsprechende Passform haben.

Was nicht passt wird passend gemacht

Dehnbares Material also, oder weit geschnitten, vielleicht aber auch beides? Alles was die gute Durchlüftung um und zwischen den Beinen gewährleistet ist erlaubt. Ob das nun noch gut ausschaut, ist eine andere Frage. Davon einmal abgesehen ist da ja noch das Problem mit all den verschiedenen Formen und Größen der weiblichen Figur. Hier zu eng, dort zu weit, zu lang, zu kurz, alles dabei und die gängigen Hersteller konzentrieren sich natürlich auf ein gutes „Standard“-Mittelmaß.

Damit dann doch nix rutscht, bieten viel Wanderhosen neben dem Knopf zum Schließen, elastische Einsätze am Bund oder zusätzlich flache Gürtel. In Kombination mit den Rucksack-Hüftgurten klingt das nun aber gar nicht nach einem komfortablen Unterfangen.

Durch dick und dünn – Belastbarkeit

Eine Durchwanderung (Thru-Hike) eines Fernwanderweges erfordert Belastbarkeit und Ausdauer. Der Körper stößt an seine Belastungsgrenzen. Viele Wanderer verlieren extrem viel Gewicht aufgrund der ungewöhnlichen Belastung. Dennoch werden enorme Beinmuskeln aufgebaut, der Körperbau verändert sich, die Passform der Hose leider nicht. Immerhin kann man aus der modernen Wanderhose per Reißverschluss eine Shorts machen, doch die extremen Belastungen fordern auch hier gerne ihren Tribut: Reißverschlüsse brechen oder klemmen, Knopflöcher reißen aus und die Hose selbst ist jetzt auch einfach viel zu eng, wo sie vorher locker war und locker wo sie vorher perfekt saß.

Habe ich mir zu viele Gedanken zum Thema Outdoorhose gemacht? Vielleicht. Ich selbst habe erfahren wie sich der Körper über die Zeit eines Thru-Hikes verändert und wie die Materialien ihren Geist aufgeben. Ich hatte für meinen Hike 2016 auf dem “Pacific Crest Trail” eine Running-Shorts gewählt, speziell mit Zip-Tasche am Oberschenkel. Der Stoff war super, doch wo Bund und Hose vernäht waren, rieb es in Kombination mit Rucksack und Schweiß. Nach etwa der Hälfte des Thru-Hikes (Gesamtlänge 2660 Meilen) war es mit der Funktionsfähigkeit des Reißverschlusses an der Seitentasche zu Ende. Mein Mobiltelefon hatte seinen Platz verloren, eine neue Hose/Shorts musste her.

Achtung: Die meisten Running-Shorts besitzen eine kleine Schlüsseltasche oberhalb des Gesäß, genau da wo der Rucksack aufsitzt – viel Potential für Reibung.

rock-am-strand
Picture by Robert Adamski

Während einer kurzen Episode als Verkäuferin in einem Outdoor-Geschäft durfte ich außerdem miterleben wie schwer es für Kundinnen ist, die passende Trekking-Hose zu finden. Es gab eine große Auswahl im Laden, doch selbst wenn die Hose dann passte, überzeugte der Stil der Hose oft nicht. Outdoor-Hosen sehen ja auch oft irgendwie langweilig aus oder waldschratig, wie es eine meiner Freundinnen so schön sagt.

Wie also kommen Stil, Funktionalität und Komfort in der Outdoor-Beinbekleidung zusammen? Seit neuestem sieht man immer mehr Röcke in der Sparte Wander-Bekleidung, aber wie praktisch ist das wirklich?

Während meines PCT Thru-Hikes habe ich eine andere deutsche Wanderin getroffen und sie wanderte im Rock. Der sah so schick aus und hatte ziemlich praktische Taschen an den Seiten. Ich ließ mir die Angaben zu Hersteller und Webseite geben und begab mich einige Monate später, im warmen Zimmer zurück in Deutschland, auf die Suche. Der nächste Hike stand noch nicht fest, aber egal wo es hinging, eine neue Shorts oder eben ein Rock musste her. Und hier beginnt meine kleine Love-Story mit den Purple Rain Adventure Skirts.

5 Gründe für mehr Röcke auf Wanderwegen

  1. Optimale Belüftung: Für heiße Desert-Hikes oder schwüle Sommer-Wanderungen gibt es nichts luftigeres.
  2. Bewegungsfreiheit: Die Purple Rain Adventure Skirts machen durch ihr breites, super elastisches Hüftband und den Polyester/Spandex Material Mix jede Bewegung mit.
  3. Sichtschutz: Es ist kein Zelt-Zoga nötig um die Unterwäsche zu wechseln oder die Leggings anzuziehen.
  4. Simple Pinkelpausen: Ob mit oder ohne Unterwäsche (viele Weitwanderer schwören auf „going commando“/Unterwäsche weglassen) schnell mal hinter einen Baum oder Strauch gehüpft und Geschäft erledigt, ganz ohne Knöpfe und Gürtel aus dem Weg räumen zu müssen. Außerdem bietet der Rock hier noch etwas Blickschutz, ums Gesäß rum und so.
  5. Style und Vielseitigkeit: Nicht nur im Wald ist der Rock mal was Neues. Auch auf Reisen oder in Kombination mit Leggings sieht das Ganze stylisch aus. Mit praktischen Taschen an den Seiten spart ihr euch die Handtasche bei kleinen Städtetouren.

Beim Kauf eines Outdoor-/Trekking-Rocks zu beachten

  • Länge: Hängt natürlich von der eigenen Präferenz ab. Je länger desto mehr Abdeckung.
  • Bund und Material: Möglichst breiter elastischer Bund ohne Gürtel oder Knöpfe. Das Material sollte generell elastisch, schnell-trocknend und robust sein, z.B. Nylon/Polyester gemischt mit Spandex/Elastan.
  • Features: Durch den Verzicht auf Knöpfe und Reißverschlüsse wird der Rock leichter und langlebiger. Taschen z.B. für Schlüssel und Smartphone machen das Ganze noch praktischer und vielseitiger.

Achtung: Ein Skort ist ein Rock mit eingenähter Shorts (mix aus Short und Skirt). Aus Gründen der Flexibilität würde ich eher zu einem Rock greifen, so kann ich meine Unterwäsche wechseln und waschen und kann weiterhin meinen Rock tragen.

Der Rock meiner Wahl kommt derzeit von Purple Rain Adventure Skirts. Ein Jahr lang habe ich diesen Rock fast jeden Tag getragen, bin ca. 1700 Meilen oder 2735 Kilometer darin gewandert und habe mich damit sogar in einen Kaktus gesetzt (alles für Testzwecke natürlich). Der Rock ist immer noch wie neu.

rock-joshuatree-nationalpark

Purple Rain Adventure Skirts erfüllt alle Kriterien, die man sich als versierte Wanderin vorstellen kann. Die Gründerin des Familienunternehmens und Herstellerin selbst wanderte den Appalachian Trail und plagte sich mit kaputten Reißverschlüssen herum. Sie weiß also, was so ein Rock aushalten und können muss.

Die Webseite ist auf jeden Fall einen Ausflug und Blick wert: http://www.purplerainskirts.com/

Außerdem ist sie auf Instagram unter https://www.instagram.com/purplerainskirts/ zu finden und absolut empfehlenswert. Nicht nur um die Röcke im Einsatz an anderen Outdoor-Mädels zu bewundern, auch um sich für die nächste Hiking-Saison inspirieren zu lassen.

Hast du auch schon Erfahrung mit Wanderröcken gesammelt? Was denkst du über Röcke zum Wandern? Jungs, wie steht ihr zum Thema Kilt? Lasst es mich in den Kommentaren wissen.

Disclaimer: Dieser Artikel ist nich gesponsert oder unterstützt und beruht ausschließlich auf meinen eigenen Erfahrungen.

Share this on...

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *